Plesk-Installation unter Linux: Schritt für Schritt (Ubuntu / AlmaLinux)
So installieren Sie Plesk Obsidian auf einem VDS: Systemvorbereitung, Auto-Installer, Lizenzaktivierung und erste Website.
Plesk ist der schnellste Weg, Websites, Mail, DNS und Datenbanken auf Ihrem VDS über ein Web-Panel zu verwalten. Auch ohne Kommandozeilen-Erfahrung installieren Sie WordPress in Minuten. Diese Anleitung führt durch die Installation von Plesk Obsidian auf einem sauberen Linux-VDS.
Voraussetzungen
- Ubuntu 20.04/22.04 oder AlmaLinux 8/9
- Mindestens 2 vCPU + 4 GB RAM (Plesk-Empfehlung)
- 20 GB+ Festplatte
- Root-Zugriff
- Eine Domain, die auf den VDS zeigt (DNS-A-Record auf VDS-IP)
1. System aktualisieren
# Ubuntu/Debian
sudo apt update && sudo apt upgrade -y
# AlmaLinux/RHEL
sudo dnf update -y
2. Plesk-Auto-Installer ausführen
Einzeiliger offizieller Installer:
sh <(curl https://autoinstall.plesk.com/one-click-installer || \
wget -O - https://autoinstall.plesk.com/one-click-installer)
Die Installation dauert 15–25 Minuten und installiert automatisch Apache, Nginx, MariaDB/MySQL, PHP, Postfix und das Plesk-Panel.
3. Im Panel anmelden
Nach Abschluss zeigt das Terminal URL und ein temporäres Login:
https://VDS-IP:8443
Login: root / AUTOMATISCH_GENERIERTES_PASSWORT
Im Browser öffnen. Eine SSL-Warnung erscheint (noch kein Let’s Encrypt) — temporär vertrauen, fortfahren.
4. Lizenz aktivieren
Plesk bietet 30 Tage kostenlose Testversion. Für Produktion ist eine Lizenz nötig:
- Lizenzschlüssel im Setup-Wizard eingeben, oder
- Bei KavesNET eine Plesk-Lizenz mieten (monatlich)
5. Erste Domain hinzufügen
Plesk-Panel → Websites & Domains → Add Domain →
- Domain:
ihre-site.com - Hosting-Typ: Website-Hosting
- Benutzername: ftp_user (für FTP/SSH)
- Passwort: ein starkes
Plesk legt automatisch Apache + Nginx vHost, MySQL-Benutzer und FTP-Konto an.
6. Let’s Encrypt SSL installieren
In den Domain-Einstellungen → SSL/TLS Certificates → Get it free from Let’s Encrypt:
- E-Mail eingeben
- “Include www” aktivieren
- Issue → SSL in 30 Sekunden aktiv
Detaillierter SSL-Guide: Let’s Encrypt-Beitrag.
7. WordPress installieren (1 Klick)
Plesk-Panel → Websites & Domains → Site → WordPress → Install:
- Version: aktuell
- Admin-Benutzer/Passwort festlegen
- Datenbank wird automatisch angelegt
WordPress ist in 5 Minuten startklar. Für tiefere Optimierung siehe WordPress-Hosting-Leitfaden.
Plesk-Firewall-Einstellungen
Plesk verwaltet eine eigene Firewall (Tools & Settings → Firewall). Offene Ports:
- 80, 443 (HTTP/HTTPS)
- 22 (SSH)
- 8443 (Plesk-Panel)
- 21, 990 (FTP/FTPS)
- 25, 465, 587, 993, 995 (Mail)
Bei zusätzlicher UFW-Nutzung kann es Konflikte geben. Siehe UFW-Beitrag.
Wichtige Sicherheitsschritte
Nach der Installation unbedingt erledigen:
- Root-Passwort ändern — das vom Auto-Installer ersetzen
- 2FA aktivieren —
My Profile → Two-Factor Authentication - Plesk auf anderen Port als 8443 — weniger Bot-Scans
- fail2ban aktivieren —
Tools & Settings → IP Address Banning - Auto-Updates —
Tools & Settings → Update Settings
Häufige Fehler
- “Address already in use” Port 80: Apache läuft bereits →
sudo systemctl stop apache2, dann Installer - Memory-Fehler: 4 GB RAM Pflicht; bei 2 GB hängt es
- DNS-Warnung: Domain zeigt noch nicht auf VDS-IP — Propagation bis 24 h
- MariaDB startet nicht: Festplatte voll —
df -hprüfen
Backup-Konfiguration
Plesks integriertes Backup nutzen:
Tools & Settings → Backup Manager → Schedule:
- Täglich um 03:00
- Remote Storage hinzufügen (FTP/S3) — lokale Disk allein reicht nicht
3-2-1-Strategie: Backup-Beitrag.
Fazit
Plesks größter Vorteil: Multi-Site-Verwaltung aus einem Panel mit einem Klick. Ohne Software-/Hosting-Team amortisiert sich Plesk vielfach.
Für VDS-Pakete inklusive Plesk-Lizenz: schreiben Sie uns.
Verwandt: Plesk-zu-Plesk-Migration · WordPress-Hosting-Leitfaden
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